InterLese 2011
ein Projekt
des Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen Anhalt e. V.

Vom Ararat bis zur Seine -
InterLese 2011

Ein Projekt des
Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt e.V.
Geschäftsstelle:
Thiemstraße 7
39104 Magdeburg

Tel/Fax: (0391) 4003541

Mail: fbk_ev@t-online.de

www.fbk-lsa.de
www.literatur-lsa.de

in Zusammenarbeit mit
dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt
der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund
der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU
und Autorenvereinigungen im Lande Sachsen-Anhalt

sowie Organisationen, Vereinen, Verbänden

in Partner-Regionen des Landes Sachsen-Anhalt

Intention
Neben den „klassischen“ Funktionen internationaler Litera­turarbeit –Bekanntmachen von Texten und Autoren der be­teiligten Länder in den beteiligten Ländern, somit auch der Länder und deren Kulturen selbst, Erweiterung von Erfah­rungs- und Diskussionshorizonten etc.pp.- hat sich das For­mat „InterLese“ in letzter Zeit zunehmend als wichtiges In­strument entwickelt, die Beziehungen zu den Partnerregio­nen und –ländern des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen der EU-Vereinbarungen voranzubringen.
Im Jahr 2011 mit dem Projektansatz „Vom Ararat bis zur Seine“ wird es nun vor allem um die Vorbereitung einer ge­meinsamen Publikation aller Partnerregionen in den Spra­chen der Partnerregionen gehen, so dass mittelfristig ein deutsch-armenisch-bulgarisch-französisch-polnisch-ungari­sches-Lesebuch entsteht (Arbeitstitel könnte der Projektitel sein!) und zur besseren Verständigung zwischen den Part­nerregionen und nicht zuletzt zur Verbreitung der Literatur und Kultur Sachsen-Anhalts in den Partnerregionen beitra­gen kann.
Seit 1992 bereits bemüht sich der Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V. neben der allgemeinen Lese- und Literaturförderung auch um den internationalen Autorenaus­tausch. Dieses ist auf diesem Gebiet in seiner Kontinuität eine einzigartige Anstrengung im Lande Sachsen-Anhalt.
Nach einer Phase von Projekten und Veranstaltungen mit wechselnden Förderern und Partnern sowie zahlreichen bi­lateralen Kontakten wurde dieses bewährte Format entspre­chend der neuen Schwerpunktsetzung des Landeskulturkon­zepts wie der Förderrichtlinien des MK qualifiziert.
Grundlage hierfür sind die mit bi- und multinationalen, alters­gruppen- und genreübergreifenden Modellen, mit theore­tisch/wissenschaftlicher Verständigung im öffentlichen Raum sowie vielfältigen Begegnungen im Schul-Bereich gewonne­nen Erfahrungswerte.
Hinzu kommen Arbeits- und Vernetzungsergebnisse, die der FBK seit Übertragung zentraler Aufgaben der Literatur- und Leseförderung Sachsen-Anhalts durch das Kultusministerium erzielen konnte.

 

Partnerregionen
Das Land Sachsen-Anhalt unterhält Beziehungen zu Partner­regionen in mehreren Staaten, wobei sich das Kultusministe­rium vor allem um Kooperationen mit Centre (Frankreich), Masowien (Polen), Plovdiv (Bulgarien) Ungarn und Armenien bemüht.
Die zeitgenössische Literatur spielte vor den „InterLese“-Be­mühungen“ so gut wie keine Rolle (Ausnahme: Plovdiv), so dass das Projekt nachhaltig zum Ausbau dieser wichtigen Beziehungen beitragen kann.
Wichtig für diesen Annäherungs- und Austauschprozess ist, dass als Kooperationspartner für dieses Projekt die Vertre­tungen des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund gewonnen werden konnte und mit der Vertretung bei der EU entspre­chende Vorgespräche geführt wurden.

Autoren
Folgende Autoren nehmen am Projekt „Vom Ararat bis zur Seine - InterLese 2011“ teil:
- Autoren aus Partnerregionen des Landes
- Autoren aus Sachsen-Anhalt
- Internationale Kooperationsautoren der Projektpartner

Autorenaustausch
Die Veranstaltungen der InterLese finden vor allem in Sach­sen-Anhalt bzw. in Vertretungen des Landes statt. Zum ziel­gerichteten Auf- und Ausbau der internationalen Partnerbe­ziehungen insbesondere für Gespräche zur Verbreitung und Qualifizierung der „Partnerregionen-Lesebuch-Idee“ werden jedoch auch einige Autoren aus Sachsen-Anhalt in ausgewählte Projektländer reisen, dort das Projekt und Literatur aus Sachsen-Anhalt vorstellen.

Text-Pool/Übersetzer-Kontakte
Voraussetzung einer sinnvollen Zusammenarbeit und Ver­ständigung zwischen internationalen Literaturpartnern sind Texte, Texte, die z.B. für Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt ins Deutsche übertragen wurden. Dies ist bei Partnern, deren Muttersprache keine „Weltsprache“ ist, nur selten gegeben. Ein prinzipielles Hemmnis. Ebenso sind Texte von zeitge­nössischen Autoren aus Sachsen-Anhalt so gut wie nicht in Sprachen der Partnerregionen übersetzt.
Dem auch nachhaltig Abhilfe zu schaffen wird ein Text-Pool eingerichtet, in den Autoren der teilnehmenden Länder und Regionen Texte hinein geben können, die dann durch gezielt aufzubauende Übersetzer-Kontakte in eine oder mehrere Sprachen übertragen werden und nach Belieben in allen „InterLese-Ländern“ zur Verfügung stehen - für die Vorbe­reitung und Durchführung von Lesungen beispielsweise und nun vor allem für die Vorbereitung des „Partnerreginen-Lese­buchs“. Der Text-Pool kann jedoch auch eine Basis sein, um Autoren aus den Partnerregionen in der Literaturzeitschrift des Landes ODA (als Vorstufe zum Lesebuch) vorzustellen und Autoren aus Sachsen-Anhalt entsprechend in den Part­nerregionen bekannt zu machen.

Durchführung
Das Projekt „Vom Ararat bis zur Seine - InterLese 2011“ fin­det im Part „Text-Pool/Übersetzer-Kontakte“ ganzjährig und im Part „Autorenaustausch“ im 2. Halbjahr 2011 statt. Die Veranstaltungen / Autorenbegegnungen / Diskussionen in Sachsen-Anhalt werden im 4. Quartal 2011 in Schwerpunkt­kreisen des Landes (Eröffnung und Lesungen), der Landes­hauptstadt Magdeburg (Kolloquium) sowie in den Landes­vertretungen durchgeführt.

Zielgruppe
Wie alle Projekte des FBK richtet sich auch dieses Projekt vor allem an Heranwachsende, erreicht generationsüber­greifend jedoch Bibliothekare, Jugend-, Kultur- und Sozialar­beiter, Wissenschaftler, Pädagogen sowie sonstige Litera­tur­liebhaber, und insbesondere durch die Veranstaltungen in den Landesvertretungen auch ein breites, an der Kultur Sachsen-Anhalts interessiertes Publikum.

Öffentlichkeitsarbeit
Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zielen darauf, die InterLese als ein in seiner Form einzigartiges Vorhaben in Sachsen-Anhalt wie den Projektregionen bekannt zu ma­chen, für die einzelnen Veranstaltungen zu werben sowie zur weitergehenden Auseinandersetzung mit dem Thema anzu­regen.
So werden im Vorfeld Programmhefte und Plakate herge­stellt und den jeweiligen Mitveranstaltern zur gezielten Vor­bereitung der einzelnen Veranstaltungen zur Verfügung ge­stellt sowie Pressemitteilungen verbreitet. Während des Projektes wird möglichst zahlreichen Vertretern der Print- und sonstigen Medien vielfältig zur Berichterstattung zugear­beitet und vom Projektträger wie den Kooperationspartnern der Projektverlauf dokumentiert.
Im Nachgang werden die Ergebnisse des Kolloquiums (Refe­rate, Diskussionsbeiträge, Essays etc.) publiziert.
Für alle Punkte der Öffentlichkeitsarbeit wird auch das Inter­net genutzt.